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Historische Wurzeln und politische Meilensteine

Im 18. Jahrhundert formuliert Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg, den Begriff „Nachhaltigkeit“, um dauerhaft Holz für den Bau von Silberminen bereit zu stellen. Es sollten nicht mehr Bäume geschlagen werden, als auch wieder nachwachsen können.

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Zu den ersten wissenschaftlichen Auseinandersetzungen kam es mit der Studie über die „Grenzen des Wachstums“ (1972). Dieser Bericht forderte eine neue „Weltkonjunkturpolitik“ und nahm an, dass „die Menschheit noch die Chance [hat], durch ein auf die Zukunft bezogenes gemeinsames Handeln aller Nationen die Lebensqualität zu erhalten und eine Gesellschaft im weltweiten Gleichgewicht zu schaffen, die Bestand für Generationen hat.“ Wegweisendes politisches Forum war die Umweltschutzkonferenz der UNO 1972 in Stockholm. Die im Jahr 1983 eingesetzte Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) beeinflusste die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik erneut. Langfristige Perspektiven wurden erstmals im Brundtland-Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ aus dem Jahr 1987 mit dem Leitgedanken der nachhaltigen Entwicklung geäußert. Durch die Rio-Konferenz (1992) und die Agenda 21 entstand erstmals ein globales Entwicklungsleitbild, das eine Vielzahl von politischen, wirtschaftlichen und gemeinnützigen Initiativen auslöste.

Heute ist Nachhaltigkeit einer der wichtigsten Megatrends der Gesellschaft, der laut Deloitte-Studie in den nächsten zehn Jahren universelles Lebensprinzip sein und essentielle Bedeutung für den Unternehmenserfolg haben wird.

(Bild oben: In der Schrift über die „Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“ formulierte Hans Carl von Carlowitz erstmals den Begriff „Nachhaltigkeit“.)